schönes Gesicht

Das design des Alfa Romeo 2600 Spider

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Inhaltsübersicht

Markante Schönheit

Das Gesicht des Alfa 2600 ist von klarer, markanter, gradliniger Schönheit. Sofort und eindeutig als Alfa Romeo zu erkennen, verliehen die vier Scheinwerfer dem Wagen Wichtigkeit, innere Größe und Prestige. In den sechziger Jahren gab es kaum andere Autos mit vier Scheinwerfern. Die breite Wölbung mit Luftöffnung auf der Motorhaube – ein typisches Designmerkmal für die Carrozzeria Touring – zeigte auf einen Blick, dass hier unten drunter ein großer, kraftvoller Motor sein Werk tat. Diese harmonische Komposition der vier „Augen“ dem breiten, verchromten Kühlergrill und der Lufthutze signalisierte Power gepaart mit Sportlichkeit und dezenter Eleganz.

„Ist das eine Giulietta?“

Wenn heute normale Betrachter dieses hübsche Gesicht sehen, sagen sie immer sofort: „Alfa Romeo“. Aber dann fragen sie meist: „Das ist doch keine Giulietta, oder?“ Während alle anderen Alfas fast jedem bekannt sind, rätseln hier viele – ein Zeichen für die Seltenheit des 2600 Spider.

 

Gespannter Muskel

Aber auch von der Seite und von hinten zeigt sich der 2600 Spider absolut stimmig. Zuerst fällt seine Größe auf: Mit genau 4,50 Meter Länge spielte er in der Liga von Maserati, Ferrari, Mercedes SL und Jaguar. Dabei war die Seitenlinie geprägt, von der leichten Wölbung am Beginn des hinteren Kotflügels, die wie ein gespannter Muskel dem Wagen schon rein optisch Vortrieb verleiht. Die dezente, einfache Chromleiste unter der Tür (die leider heute bei vielen Alfa 2600 Spider fehlt) streckt die lange Linie noch. Die nach hinten leicht abfallenden Seitenscheiben ergeben vor allem in Kombination mit dem Hardtop eine spannende, geduckte Linie.

Gotische Rückleuchten

Das Heck ist klar, fast schlicht. Die langen, oben gotisch geformten, verchromten Rücklichter, waren für damalige Verhältnisse groß (übrigens wurden dieselben Leuchten auch beim deutlich teureren Maserati Vignale Spyder verwendet). Die Kotflügel im hinteren Bereich als Heckflossen zu bezeichnen, wäre wohl übertrieben – es war der Stil der Zeit. Auch der dezent schimmernde, erhabene Nummernschildträger aus Edelstahl gab dem Heck eine besondere, wertvolle Note. Das war nicht einfach nur eine Platte, auf die das Schild geschraubt wurde, das war ein kunstvoll designtes Objekt. Darüber der Schriftzug Alfa Romeo 2600 ist das einzige, äußere Zeichen für den größten und stärksten Serien-Alfa-Romeo seiner Zeit. Und die Nummernschildleuchte unter dem Kofferraumdeckel war ebenfalls ein kunstvoll gefertigtes Teil aus verchromtem Druckguss, heute als original mit Schloss und Schlüssel nur sehr schwer aufzutreiben.